Schwangerschafts- und mit Geburt assoziierte Störungen

Was sind Schwangerschafts- und mit Geburt assoziierte Störungen?

Mit einer Schwangerschaft und der Geburt eines Kindes ändert sich körperlich, emotional und sozial so viel, dass in dieser Zeit gehäuft psychische Störungen auftreten. Viele Mütter, aber auch Väter, berichten über das Gefühl, den Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein, dauerhaft unter Anspannung zu stehen und zunehmend an ihre Grenzen zu geraten.

Häufige Symptome 

  • dauerhafte Erschöpfung
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsprobleme
  • innere Unruhe
  • emotionale Erschöpfung
  • Antriebsmangel
  • Rückzug
  • Schwierigkeiten sich selbst und das Kind zu versorgen

Auswirkungen im Alltag

Viele Betroffene beschreiben, dass sie lange versucht haben, weiter zu funktionieren. Zunehmende Erschöpfung, Überforderung oder das Gefühl, keine Kraftreserven mehr zu haben können die Folgen sein.

Psychische Belastungen nach der Geburt erkennen und behandeln

Mutter zu werden verändert den körperlichen Zustand, die soziale Stellung, die Intensität von Beziehungen, die Finanzen aber auch die seelische Befindlichkeit erheblich. Nicht wenige Mütter erkranken so schwer mit depressiven, ängstlichen oder psychotischen Symptomen, dass eine Behandlung notwendig wird. Insbesondere, wenn die psychische Krankheit die Bindung zum Neugeborenen beeinträchtigt lohnt sich eine rechtzeitige Intervention.

In der Tagesklinik kann intensiv der Umgang mit den veränderten Zeitressourcen, mit den Anforderungen des Kindes und der Umgebung aber auch mit der Selbstfürsorge der Mutter geübt werden. Psychotherapie und Interaktionstraining sowie Einbezug der sonstigen Familienmitglieder, Hebamme, Kinderarzt und behördlichen Hilfen wird angeboten. Medikamente werden -falls notwendig- ebenfalls eingesetzt.

Wann kann eine tagesklinische Behandlung hilfreich sein?

Ein Aufenthalt in der Tagesklinik kann helfen, wenn die Anforderungen der Elternschaft nicht mehr erfüllt werden können oder die Beziehung zum Neugeborenen kaum noch gelingt.

Behandlung in unserer Tagesklinik

Gemeinsam möchten wir verstehen, welche Faktoren zu Überforderung und Erschöpfung beitragen und neue Wege im Umgang mit Belastungen entwickeln. Nachgeburtlich sind hormonelle Veränderungen zu beachten. Besonderheiten der Stillzeit erfordern einen besonders achtsamen Umgang mit Medikamenten.

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